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Literatur

 

Die VHS Glücksburg und der Kulturbahnhof Glücksburg veranstalten

Eine Tochter aus achtbarem Haus

 


 

Ein Portrait der Flensburgerin Gerty Molzen

 

Die Glücksburger Premiere:

02. November 2018 um 19:30 in Glücksburg in der Schulaula, Schulweg 1
Vorverkauf in Glücksburg: Touristinformation, Stadtbücherei, VHS (nur mon- tags von 17:30 bis 19:30 Uhr),
Karten 12,00 Euro

»Bestes Erzähltheater, Kabarett und Revue-Theater einerseits, aber auch ein sensibles Portrait der großen Flensburger Künstlerin Gerty Molzen.«
Flensburger Tageblatt, 10.01.2018


 

Es gibt nur wenige Künstlerinnen, die derart im kulturellen Gedächtnis der Stadt Flensburg verankert sind wie Gerty Molzen. Von ihrer Heimatstadt wur- de sie geprägt, hier imitierte sie schon als Kind die Menschen in den Straßen, am Hafen und auf den Ausflugsdampfern, hier schaute sie ihnen auf den Mund, lernte ihre Ausdrucksweisen und ihren Humor. Doch sie gab Flensburg auch einiges zurück. Gerty Molzen war maßgeblich daran beteiligt, dass die Petuh-Tanten und ihre Sprache nicht in Vergessenheit gerieten, sie veredelte diese komischen und nur in Flensburg anzutreffenden Damen zu Kunstfi- guren. Sie hielt mit ihren Büchern „Flensburger Originale“ und „Petuhfahrt nach Glücksburg“ die Erinnerung an die skurrilen Außenseiter der Stadt wie „Philip mit de Nack“ oder„Hein Schnabel“ wach.

Und Gerty Molzen war auch die treibende Kraft, die mit ihrer Kolumne„Tante Tidde sieht das sooo“ die Flensburger Stadtsprache „Petuh“ für die Tageszei- tungen öffnete und sich mit dieser„Stimme aus dem Volk“ einmischte und zu gesellschaftlichen und tagespolitischen Themen Stellung bezog.

Doch wer war diese Frau, die – man muss es wirklich so klar formulieren – eine vielversprechende Karriere als Opernsängerin aufgab, um als Unter- haltungskünstlerin in den Kurhäusern der Städte, in den Sälen der Land- gasthöfe und in den Kantinen der Firmen die Menschen zum Lachen zu brin- gen? Wer war diese Frau, die sich in den 60er Jahren in der auf Hochtouren laufenden deutschen Filmindustrie lediglich mit Klein- und Kleinstrollen begnügen musste. Wer war diese Frau, die im Alter von 78 Jahren noch ein- mal weltbekannt wurde, indem sie als sogenannte„Rocklady“ mit brüchiger Stimme und in einem einfachen Englisch den Lou-Reed-Klassiker „Take a walk on the wild side“ sang und damit in London, Wien und sogar im New Yorker„Palladium“ auftrat.

Gerty Molzen besaß zwar eine kleine Wohnung in Hamburg, doch ihr Hauptwohnsitz war eindeutig Glücksburg. In der Fördestraße 7 lebte und arbeitete sie fast vier Jahrzehnte lang. Hier schrieb sie ihre Kabarett-Programme, hier komponierte und textete sie ihre Lieder. Auch ging sie regelmäßig in der Förde baden. Selbst im Frühjahr, wenn das Wasser der Förde noch recht frisch ist, konnte man Gerty Molzen bis ins hohe Alter in Badesachen und einem Handtuch unter dem Arm durch ihr Gartentor zur Förde hin schreiten und ins kühle Nass springen sehen. Ihre Partys in der hauseigenen Kellerbar waren legendär und wurden selbst von einigen bekannten Glücksburgern häufig und gern besucht.

In „Eine Tochter aus achtbarem Haus“ erzählen Hilke Rudolph und Maik Beta von Gerty Molzen, ihrem Leben und ihrer Kunst. Sie sehen aber auch hinter die Fassade der Unterhaltungskünstlerin, versuchen ihre Sehnsüchte zu be- nennen und ihre Entscheidungen zu verstehen.„Eine Tochter aus achtbarem Haus“ ist Erzähltheater, ist Kabarett, ist Revuetheater und ist aber auch: ein sensibles Portrait der großen Flensburger Künstlerin Gerty Molzen.

 

Eine Tochter aus achtbarem Haus. Gerty Molzen. Ein Künstlerleben. Ein Stück von Stephan Jelkmann mit Texten und Musik von Gerty Molzen, Ernst Hiller, Antonín Dvořák, Johannes Brahms, Theodor Fontane, Stephan Jelkmann u.v.m.

Es spielen, singen und erzählen
Hilke Rudolph und Maik Beta
Bühnenmusik: Maik Beta

Inszenierung und Dramaturgie: Stephan Jelkmann
Soufflage: Ulrike Mensing

Kostüme: Mata Hari | Fotografie: Ingo Nielsen
Dauer: ca. 2 Stunden, 1 Pause


Mit freundlicher Unterstützung von: Kulturbüro der Stadt Flensburg

 

Autorenlesung mit Doris zur Linden
zum Thema „Käthe Kruse“

„Mein liebes Bärchen“

24 Jahre Briefwechsel zwischen Ursula und Käthe oder: Friedebald und der Große Bär am Himmel

Eine deutsche Zeitgeschichte von 1944 bis 1968, gesammelt und aufgeschrieben von Doris zur Linden.

Diese Lesung dreht sich nicht um Teddybären, auch Männer sind herzlich willkommen!

Schule Schulweg

Montag, 26.11.2018, 19:00 Uhr

1 Termin, 6,00 Euro

Weitere Infos zu dieser Lesung: www.doriszurlinden.de

 

 

Glücksburger Textwerkstatt

Dr. Hans-Hartmut Mahler 
Am Thingplatz 26 | 24960 Glücksburg

Treffen nach Absprache (vormittags 10:00 -12:00 Uhr)

Jürgen Sauermann

Neue Interessierte sind herzlich willkommen!

 

 
 

 
 
 
 
 
 
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